Torsten Grünzig: Was ich aus hunderten Projekten zur Ersatzteiloptimierung in Unternehmen gelernt habe
Von Torsten Grünzig, VP Sales bei SPARROW
In den vergangenen Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit Hunderten von Industrieunternehmen über die Optimierung ihres Ersatzteilmanagements zu sprechen. Manche bereiteten sich auf eine SAP S/4HANA-Migration vor, andere wollten ihre Lagerbestände reduzieren, die Qualität ihrer Stammdaten verbessern oder herausfinden, wie Künstliche Intelligenz ihre Instandhaltung unterstützen kann.
Jedes Unternehmen hatte andere Prioritäten. Mit der Zeit fiel mir jedoch etwas auf: Unabhängig von Branche, Unternehmensgrösse oder ERP-System tauchten immer wieder dieselben Fragen auf. Und noch wichtiger: Ich erkannte klare Muster bei den Projekten, die nachhaltig erfolgreich waren.
Die erfolgreichsten Unternehmen setzen nicht nur auf die richtige Technologie. Sie kombinieren moderne Software mit klaren Verantwortlichkeiten, einer belastbaren Datenbasis und einer schrittweisen Umsetzung. Entscheidend ist dabei weniger was umgesetzt wird als in welcher Reihenfolge.
Es beginnt bei den Menschen, nicht bei der Software
Eine Annahme begegnet mir bis heute immer wieder: Ersatzteiloptimierung sei in erster Linie ein IT-Projekt.
Das ist nachvollziehbar. Viele Initiativen starten im Zuge einer ERP-Modernisierung oder einer SAP S/4HANA-Einführung. Schnell entsteht der Eindruck, dass die Technologie die eigentliche Transformation vorantreibt.
In der Praxis ist sie jedoch nur ein Teil der Lösung.
Ein erfolgreiches Ersatzteilprojekt bringt unterschiedlichste Bereiche zusammen: Instandhaltung, Einkauf, Lager, Engineering, Stammdatenmanagement und IT. Jede dieser Funktionen verfolgt eigene Ziele und misst Erfolg unterschiedlich. Während die Instandhaltung maximale Anlagenverfügbarkeit sicherstellen möchte, konzentriert sich der Einkauf auf Lieferantenkonsolidierung und bessere Einkaufskonditionen. Finance achtet auf gebundenes Kapital, die IT auf Governance und Systemintegration.
Keine dieser Perspektiven ist falsch. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, alle Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel auszurichten.
Ich habe Projekte erlebt, die an Dynamik verloren haben, weil Verantwortlichkeiten nicht eindeutig geklärt waren. Gleichzeitig habe ich Unternehmen gesehen, die grosse Fortschritte erzielt haben, weil sie sich frühzeitig die Zeit genommen haben, alle relevanten Stakeholder an einen Tisch zu bringen – noch bevor über Software oder Implementierung gesprochen wurde.
Genau deshalb legen wir bei SPARROW so grossen Wert auf ein strukturiertes Onboarding. Technologie kann ein Projekt ermöglichen. Erfolgreich wird es jedoch erst durch die Menschen, die sie einsetzen.
Vom Bauchgefühl zum belastbaren Business Case
Ein weiteres Muster begegnet mir in nahezu jedem Unternehmen.
Die meisten Verantwortlichen wissen bereits, dass es Herausforderungen gibt. Sie vermuten Dubletten im Materialstamm, veraltete Ersatzteile oder uneinheitliche Stammdaten. Was häufig fehlt, ist eine objektive Einschätzung des tatsächlichen Ausmasses.
Ohne diese Transparenz fällt es schwer, Prioritäten zu setzen oder einen überzeugenden Business Case aufzubauen.
Sobald belastbare Zahlen auf dem Tisch liegen, verändert sich die Diskussion.
Aus genau diesem Grund haben wir den SPARROW MRO Value Scan entwickelt. Bevor wir über Lösungen sprechen, schaffen wir zunächst Transparenz darüber, wo ein Unternehmen heute steht. Erst wenn Potenziale messbar werden, lassen sich Investitionen fundiert priorisieren und Entscheidungen auf Basis konkreter Geschäftswerte treffen – statt auf Vermutungen.
KI ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert
Kaum ein Gespräch über die Industrie kommt heute ohne das Thema Künstliche Intelligenz aus.
Unsere Kunden möchten wissen, wie KI die Instandhaltung verbessern, die Disposition automatisieren oder den Einkauf unterstützen kann. Das sind die richtigen Fragen. Und ich bin überzeugt, dass KI die Art und Weise, wie Unternehmen ihr Ersatzteilmanagement organisieren, nachhaltig verändern wird.
Gleichzeitig zeigt unsere Erfahrung: Den grössten Mehrwert erzielen meist diejenigen Unternehmen, die zunächst ihre Datenbasis in Ordnung gebracht haben.
Verlässliche Materialstammdaten. Einheitliche Materialbeschreibungen. Transparenz über Standorte hinweg. Klar definierte Prozesse.
Ohne diese Grundlagen stösst selbst die leistungsfähigste Technologie an ihre Grenzen. KI kann Millionen von Datensätzen in Sekunden analysieren – ihre Ergebnisse sind jedoch immer nur so gut wie die Informationen, auf denen sie aufbaut.
Mit anderen Worten: KI ersetzt kein gutes Stammdatenmanagement. Sie baut darauf auf.
Langfristig denken, aber nicht alles auf einmal lösen wollen
Eine der häufigsten Fragen, die ich erhalte, ist die nach dem richtigen Startpunkt.
Das ist eine schwierige Frage, da jedes Unternehmen anders ist. Manche kämpfen mit Materialdubletten, andere mit der Planung, der Bestandsübersicht oder dem Lieferantenmanagement.
Ich habe festgestellt, dass erfolgreiche Unternehmen selten versuchen, alle Herausforderungen gleichzeitig anzugehen.
Unsere SPARROW-Experten helfen Ihnen dabei, das Problem zu identifizieren, das den größten geschäftlichen Mehrwert bietet, es fundiert zu lösen und diesen Erfolg als Schwungrad für die nächste Phase zu nutzen. Mit der Zeit werden aus diesen einzelnen Verbesserungen eine umfassende Transformation.
Eine langfristige Roadmap ist wichtig. Erfolgreiche Unternehmen versuchen jedoch nicht, jedes Thema sofort umzusetzen. Stattdessen setzen sie klare Prioritäten, schaffen früh sichtbare Erfolge und bauen darauf Schritt für Schritt auf.
Rückblick
Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, wird eines besonders deutlich: Erfolgreiche Projekte zur Optimierung des Ersatzteilmanagements entstehen nicht zufällig.
Sie beginnen mit klaren Verantwortlichkeiten, einem belastbaren Verständnis des tatsächlichen Optimierungspotenzials und einer verlässlichen Datenbasis. Sind diese Voraussetzungen geschaffen, wird Technologie zu einem echten Enabler, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Ziele schneller und nachhaltig zu erreichen.
Genau diesen Ansatz verfolgen wir bei SPARROW von Anfang an. Denn nachhaltige Veränderungen entstehen aus meiner Erfahrung nicht allein durch Software. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus der richtigen Technologie, den richtigen Menschen, hochwertigen Daten und einem klar strukturierten Vorgehen.
Genau das unterscheidet Projekte, die unterwegs an Dynamik verlieren, von denen, die messbare und langfristige Ergebnisse erzielen.
Sie möchten wissen, wo die grössten Potenziale in Ihrem Ersatzteilbestand liegen?
Gerne zeige ich Ihnen in einer persönlichen Demo, wie SPARROW Unternehmen dabei unterstützt, Optimierungspotenziale sichtbar zu machen, einen belastbaren Business Case aufzubauen und eine Roadmap mit messbarem Geschäftsnutzen zu entwickeln.

